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Übergang Schule-Beruf

Kurzbeschreibung
Wechsel eines jungen Menschen nach dem Schulabschluss in eine Berufsausbildung
Ausführliche Beschreibung

Der Übergang Schule-Beruf bezeichnet den Wechsel eines jungen Menschen nach dem Schulabschluss in eine Berufsausbildung. Er stellt einen entscheidenden Schritt im Lebensverlauf dar, da ein gelingender Übergang eine wichtige Voraussetzung für die berufliche und soziale Integration darstellt. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es jedoch eine erhebliche Zahl junger Menschen, die den Eintritt in die Berufsausbildung nicht oder nur stark verzögert schaffen und in Ersatzmaßnahmen einmünden, die nicht zu einem Abschluss führen. (1) Das Ziel, alle jungen Menschen zu einer vollqualifizierenden Berufsausbildung und zu einem Berufsabschluss zu führen, wird bisher noch nicht erreicht.

Um einen erfolgreichen Übergang zwischen Schule und Beruf zu unterstützen, braucht es an der Schwelle zur Berufsausbildung ein abgestimmtes Übergangsmanagement, das kontinuierlich, stabil, verlässlich, kohärent und transparent gestaltet ist. (2) Darüber hinaus müssen alle am Übergang beteiligten Akteure mit ihren unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Verantwortungsschwerpunkten eng kooperieren und in regionalen Netzwerken zusammenarbeiten.

Zentrale Voraussetzung eines gelingenden Übergangs ist auch, dass die Unternehmen genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen und die Schulen den Übergang frühzeitig vorbereiten, zum Beispiel durch die Vermittlung der notwendigen Grundbildung und Kompetenzen, individuelle Förder- und fundierte Beratungsangebote, spezielle Unterstützungsmaßnahmen für leistungsschwächere Jugendliche sowie eine enge Kooperation mit externen Partnern aus der Berufs- und Betriebspraxis. (3)

Lokale Bildungslandschaften können wesentlich dazu beitragen, einen gelingenden Übergang zwischen Schule und Beruf zu gestalten, indem auf kommunaler Ebene eine Zusammenführung der vielfältigen Leistungen im Rahmen der allgemeinen und beruflichen Bildung, der Jugendhilfe/Jugendsozialarbeit, der Grundsicherung und der Arbeitsförderung in Verknüpfung mit der lokalen Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Angeboten erreicht wird.

Dieser Begriff beschreibt einen der Bildungsabschnitte, in denen Teilhaber im Netzwerk Stiftungen und Bildung aktiv sind (siehe Nettie-Finder).

Quellen:

(1) Kathrin Schultheis: Die drei Sektoren der beruflichen Bildung – Übergangssystem. In: Bundeszentrale für politische Bildung: Dossier Arbeitsmarktpolitik, URL: http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/arbeitsmarktpolitik/187852/uebergangssystem?p=all (Zugriff: 11.4.2018).

(2) Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Weiterentwicklung kommunalen Managements am Übergang Schule-Beruf: benachteiligungssensibel – chancengerecht – inklusiv, 27. September 2011.

(3) Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung: Leitlinien zur Verbesserung des Übergangs Schule-Beruf, 17.6.2011, Bundesanzeiger Nr. 101 vom 8. Juni S. 2 454, URL: https://www.bibb.de/de/33996.php (Zugriff: 11.4.2018).

Zuletzt bearbeitet: 07. Mai 2018