Direkt zum Inhalt
Aus dem Netzwerk
— September 2020

Rückblick auf die 6. Sitzung des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Niedersachsen am 8. September 2020

Am 8. September 2020 diskutierten die Teilhaberinnen und Teilhaber des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Niedersachsen über das Schwerpunktthema „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ in den Räumen des Kuba Bildungscampus, Mehrwerk gGmbH in Wolfenbüttel zu Gast bei der Evangelischen Stiftung Neuerkerode.

Die Projekte

Durch die Covid-19-Pandemie in der Teilnehmerzahl begrenzt, tauschten sich 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach halbjähriger Abstinenz in persönlicher Begegnung intensiv über Projekte und Ideen aus, die von den beteiligten Stiftungen und Organisationen bearbeitet und umgesetzt werden. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Vorhaben „Bildung – Nachhaltigkeit – Kommune: BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation (BiNaKom), Standort Nordwest“, „Chancenwerk in Niedersachsen“ und „Reale Teilhabechancen durch virtuelle Realitäten. Innovative Bildungszugänge für Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung“ der Evangelischen Stiftung Neuerkerode, dort der Wohnen und Betreuen GmbH. Bei den Präsentationen der Projekte findet ein kollegialer Austausch zu Vorhaben, Ideen und Fragestellungen aus dem Arbeitsalltag statt.

Schwerpunktthema: Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Pia Paust-Lassen, Expertin für Nachhaltige Entwicklung, Berlin 21 e.V. und Renn.mitte – Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategie, führte die Teilhaberinnen und Teilhaber des Stiftungsnetzwerkes in Niedersachsen in die Grundlagen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ein. Auf der Basis der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und den Sustainable Development Goals (SDGs) skizzierte sie den individuellen und globalen Ressourcenverbrauch unter anderem am Beispiel des Smartphones und damit die Gefährdung des Planeten, wenn nicht Veränderungen im Verhalten jedes einzelnen Menschen einsetzen würden.

Eines der SDGs (4) ist Quality Education / Hochwertige Bildung. Darin wird formuliert, dass bis 2030 durch Bildung für Nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben. Das schließt Lernen in allen Lebensstufen und alle Lernebenen ein. Im Nationalen Aktionsplan für Bildung für Nachhaltige Entwicklung wurde 2017 beschlossen, dass Bildung für Nachhaltige Entwicklung langfristig strukturell in der deutschen Bildungslandschaft verankert werden soll. Dabei setzt BNE auf zwei Ebenen an, dem Wissen und dem Können, hierin vor allem auf den Erwerb von Gestaltungskompetenzen.

In der Empfehlung und Diskussion mit den Anwesenden wies Frau Paust-Lassen darauf hin, dass Stiftungen und ihre Vertreterinnen und Vertreter und andere zivilgesellschaftliche Akteure nach innen in die eigene Organisation wie nach außen als Change Agents wirken können. Dabei kann ein erster Schritt sein, sich bewusst zu machen, dass die eigenen Vorhaben, Projekte und Programme sich den BNE Zielen zuordnen lassen. Ein weiterer kann das öffentliche Bekenntnis sein, sich für BNE stark machen zu wollen und dadurch zum Handeln zu kommen. BNE ist kein Teilaspekt von Bildung im Sinne lebenslangen Lernens, sondern eine Querschnittsaufgabe und die Grundlage für zukunftsweisendes Handeln. Damit durchdringt BNE alle Lebens- und Lernbereiche. In dem Sinne sind auch Stiftungen und zivilgesellschaftliche Initiativen starke Multiplikatoren und Treiber für eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Als Thema für die nächste Sitzung wurde „Nachbarschaft – Quartier – Engagement im Sozialraum“ festgelegt.

Zuletzt bearbeitet: 14. September 2020
Private Settings