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— Mai 2019

Rückblick auf die 1. Reguläre Sitzung des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Bayern am 23. Mai 2019

Zum Schwerpunktthema „Die Rolle von Stiftungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“  fand am 23. Mai 2019 die 1. Reguläre Sitzung des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Bayern statt. Das Netzwerk war zu Gast im Seminarzentrum der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH in Schweinfurt.

Die Projekte

Die knapp 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gekommen, um sich über ihre fachbezogenen Aktivitäten und ihre Organisationen auszutauschen und vor allem auch, um sich näher kennenzulernen.

Der Verein Chancenwerk e.V., die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gGmbH, die JOBLINGE Stiftung, die NaturTalent Stiftung gGmbH, Papilio gGmbH und die Stiftung Fairchance nutzten die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen und in einen intensiven kollegialen Fachaustausch mit den anderen Netties einzutreten.

Schwerpunktthema: „Die Rolle der Bildungsstiftungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“ 

Sabine Süß, Leiterin der Koordinierungsstelle des Netzwerkes Stiftungen und Bildung hielt den fachlichen Impulsvortrag zum Thema „Die Rolle der Bildungsstiftungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, auf das sich die Teilnehmenden beim letzten Treffen geeinigt hatten. Nach der Klärung und Einordnung des Begriffs Bildung stellte sie ausführlicher dar, welche besondere Rolle Stiftungen und zivilgesellschaftliche Akteure einnehmen können, dadurch, dass sie nicht in Marktkonkurrenz treten müssen, Gewinne nur erwirtschaften, um diese dem Gemeinwohl durch ihre Arbeit wieder zuzuführen, und keine politischen Vorgaben erfüllen müssen. Diese „große Freiheit“ sollten sie klug nutzen, denn „gesellschaftlicher Zusammenhalt ist nicht die Addition von Projekten“. Dieser erfordert unter anderem vielmehr langfristig angelegte Bildungs- und Teilhabeangebote.

Zivilgesellschaftliche Bildungsakteure können und sollten ihren Beitrag dazu leisten, indem sie zum Beispiel den lokalen Handlungsbedarf feststellen (am besten durch das kommunale Bildungsmonitoring der Kommune), den Austausch untereinander und die Kooperation miteinander kultivieren und darauf aufbauend passgenaue weitere Angebote des lebenslangen Lernens auf der lokalen Ebene bereitstellen.

In der anschließenden Diskussion wurde betont, dass insbesondere non-formale Bildungsangebote Menschen befähigen können, ihre demokratischen Rechte wahrzunehmen, an gesellschaftlichen Entwicklungen teilzuhaben und Engagement anstoßen. In Mentoring-Projekten zum Beispiel begegnen sich oftmals Menschen, deren Wege sich sonst nie gekreuzt hätten. Diese Verbindungen zwischen Generationen oder verschiedenen Ebenen oder Gruppen der Gesellschaft sind eine wichtige Basis für gutes Zusammenleben. Menschen erleben, dass sie anderen etwas geben können. In Summe fördern diese Befähigungen und Aktivierungen von Menschen gesellschaftlichen Zusammenhalt durch das Erleben von Selbstwirksamkeit.

Für die nächste Sitzung wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „Gelingensbedingungen für Kooperationen von Stiftungen und anderen Akteuren“ (Arbeitstitel) als Schwerpunktthema.

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Martina Battistini
Referentin
(030) 89 79 47-85
Zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2019