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Stiftungsnetzwerk Bildung in Nordrhein-Westfalen

Hier finden Sie Rückblicke auf die jüngsten Sitzungen des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Nordrhein-Westfalen. Zu einem Überblick über weitere aktive und in Planung befindliche Stiftungsnetzwerke Bildung auf Länderebene gelangen Sie hier.

Die 12. Sitzung, die für den 16. April 2021 in Düsseldorf geplant war, muss pandemiebedingt leider verschoben werden. Sie wird am 06. Oktober 2021 stattfinden, das Anmeldeformular wird rechtzeitig vorher freigschaltet. Sie haben Fragen dazu? Wenden Sie sich gern an Martina Battistini.

11. Sitzung am 6. Oktober 2020

Am 6. Oktober 2020 diskutierten die Teilhaberinnen und Teilhaber des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Nordrhein-Westfalen über das Schwerpunktthema „Wie lässt sich erfolgreicher Transfer von Projekten gestalten?“ in den Räumen der Jugendherberge Duisburg zu Gast beim Deutschen Jugendherbergswerk, Landesverband Rheinland e.V..

Die Projekte

19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besprachen persönlich ihre Vorhaben, Ideen und damit zusammenhängende Fragestellungen, die sie in ihren Stiftungen und Organisationen bearbeiten. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Vorhaben „Gesundes Frühstück – Starke Kinder“ des Christlichen Jugenddorfes (CJD) Zehnthof Essen, „Champs Köln – Ein Integrations-und Gleichberechtigungsprojekt für Demokratie & Menschrechte gegen extremistische Ideologien“ von HennaMond e.V., das Mentoringprogramm „WEICHENSTELLUNG“ der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und „MINT Livestream“ der Dr. Hans Riegel-Stiftung. Bei den Präsentationen der Projekte findet ein kollegialer Austausch zu Vorhaben, Ideen und Fragestellungen aus dem Arbeitsalltag statt.

Schwerpunktthema: Wie lässt sich erfolgreicher Transfer von Projekten gestalten?

Sabine Süß, Leiterin der Koordinierungsstelle des Netzwerkes Stiftungen und Bildung, präsentierte eine Zusammenfassung der wichtigsten Rahmenbedingungen und Aspekte, die beim Transfer von gemeinwohlorientierten Vorhaben wesentlich sind. Zuerst erläuterte sie die Grundlagen für einen gesteuerten Transferprozess, um dann die wesentlichen Elemente des Vorgehens vorzustellen. Hinzu fügte sie Fragen, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Transfermaßnahme als Orientierung und Hilfestellung dienen können.

Bevor man sich für einen Transfer von Vorhaben oder Erkenntnissen entscheidet, sollte man prüfen, ob etwas, wozu und was sich für einen Transfer eignet. Es sollte sichergestellt sein, dass der Transfergegenstand auch nachgefragt und bekannt ist. Frau Süß differenzierte zwischen einem quantitativen und qualitativen Transfer und wies auf die wesentliche Grundlage für erfolgreichen Transfer hin: Als Grundlage für den Transfer muss ein Verständnis bei allen Beteiligten darüber herrschen, dass es sich um einen zu gestaltenden Prozess handelt, in den der Absender, der „Transfergeber“, und der Adressat, der „Transfernehmer“ gleichberechtigt in einen kommunikativen Arbeitsprozess eintreten. Im Idealfall begleitet der Transfergeber den Prozess mit Maßnahmen, die Hilfestellung bei der Adaption und Implementierung des „Transfergegenstands“ bieten. Zum Abschluss des Beitrags betonte Frau Süß, dass man auch in Bezug auf den Transfer nachhaltiges Handeln im Blick behalten sollte. Das beinhaltet die genaue Prüfung, ob die Maßnahme, das Projekt oder die Erkenntnis auch andernorts wirklich gebraucht werden, dass die notwendigen Rahmenbedingungen für den Transfer geschaffen sind und dass das zu Transferierende in bestehende Strukturen eingebettet wird.

In der anschließenden Diskussion ergänzten und betonten die Anwesenden den Aspekt, dass Transfer von Personen getragen wird. Es müsse im Transferprozess auf „menschlicher Ebene klappen“. Ebenso wurde die Bedeutung des „Loslassens“ des eigenen Projekts beim Transfer und der Adaption hervorgehoben. Man müsse (auch als Förderer) die Demut haben anzuerkennen, dass nicht jedes (eigene) Projekt transferwürdig ist. Das Gelingen von Vorhaben und Transfer könnte verstärkt werden, wenn man sich erst zusammensetzt, den Bedarf klärt und dann gemeinsam Maßnahmen entwickelt.

Für die nächste Sitzung wurde aus der Diskussion zum Transfer heraus die Beschäftigung mit der Thematik „Wie Ausstieg planen? Vom Projektbeginn zum Projektende“ mit einer Einordnung vom Projekt zum Prozess festgelegt.

10. Sitzung am 10. Oktober 2019

Mit dem Schwerpunktthema „Kooperation zwischen öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft“  fand am 10. Oktober 2019 die 10. Sitzung des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Nordrhein-Westfalen statt. Das Netzwerk war zu Gast bei den Stiftungen der Kreissparkasse Köln.

Die Projekte

Rund 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich intensiv zu Fragestellungen und Vorhaben aus ihrem Arbeitsalltag aus und lernten sich so näher kennen. Die Engagement Global gGmbH, die Stiftung Wissen der Sparkasse KölnBonn und das ZOE. Institut für zukunftsfähige Ökonomien e.V. konnten ihre Projekte vertieft vorstellen und mit den Fachkolleginnen und Kollegen diskutieren. Bei den Präsentationen der Projekte können Ideen besprochen, Fachfragen in der Runde beantwortet und erprobte Projektansätze weitergegeben werden.

Schwerpunktthema: Kooperation zwischen öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft  

Den Fachbeitrag zum Thema "Kooperation zwischen öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft" steuerten diesmal Michael Prior, Vorstand und Geschäftsführer der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung und Ina Eversmann, Referat S - Strategische Planung des Landkreises Osnabrück bei. Die gemeinsame Entwicklung einer nachhaltigen Bildungslandschaft im Landkreis Osnabrück wird seit zehn Jahren von Stiftungen und Landkreis gemeinsam vorwärtsgetrieben. Ergänzt wurde der Fachbeitrag durch einen Praxisblick in die hohe Kunst des Projekttransfers von Gisela von Auer, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, am Beispiel des Diesterweg Familienstipendiums.

Wie geht man mit unterschiedlichen Institutionslogiken um, wenn Stiftungen und kommunale Verwaltung zusammenarbeiten? Wie schafft man es, die Eigeninteressen der Beteiligten zugunsten der gemeinsamen Ziele einzuordnen? Diese und andere Herausforderungen wurden intensiv diskutiert. Als Gelingensbedingungen wurden unter anderem eine ausgeprägte Kommunikation, gemeinsame Steuerungsgremien und gemeinsam erarbeitete Ziele ausgemacht. Obwohl diese Art von Kooperation Zeit, Geduld und einen langen Atem brauchen, lagen die Vorteile für die Anwesenden auf der Hand. Einen nachhaltigen Aufbau von erfolgreichen Bildungsstrukturen sowie daraus folgende mittel- und langfristige Wirkung für individuelle Bildungserfolge erreicht man eher, wenn Zivilgesellschaft und Kommune von Beginn an Hand in Hand arbeiten.

Für die nächste Sitzung wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „Wie lässt sich erfolgreicher Transfer von Projekten gestalten?“ (Arbeitstitel) als Schwerpunktthema.

9. Sitzung am 9. April 2019

Mit dem Schwerpunktthema „Verbesserung der Bildungschancen – Soziale Nachteile im Bildungsbereich überwinden“  fand am 01. April 2019 die 9. Sitzung des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Nordrhein-Westfalen statt. Das Netzwerk war zu Gast im Stiftungscenter der Sparkasse Neuss in Kooperation mit der Kinderstiftung Lesen bildet.

Die Projekte

Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gekommen, um sich näher kennenzulernen und sich über ihre Organisationen und ihre jeweiligen Aktivitäten auszutauschen.

Die Initiative Education Y, der Verein STEP e.V. Förderung von Erziehung und Bildung, die Bertelsmann Stiftung, die Dr. Hans Riegel-Stiftung, die Aachener Stiftung Kathy Beys und die Stiftung TalentMetropole Ruhr präsentierten ihre Projekte und hatten Fragestellungen aus ihrem Arbeitsalltag mitgebracht, die sie zur Diskussion stellten. Bei den Präsentationen der Projekte können Ideen besprochen, Fragen beantwortet und erprobte Projektansätze weitergegeben werden.

Schwerpunktthema: „Verbesserung der Bildungschancen – Soziale Nachteile im Bildungsbereich überwinden“

Als besonderer Gast bei der Diskussion des Fachthemas nahm die Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, an der Sitzung teil. Wilfried Lohre, Partner im Netzwerk Kommunale Bildung (NRW),  lud in seinem Vortrag dazu ein, einen ganzheitlichen Blick auf die kommunalen Bildungslandschaften vor Ort zu werfen. Um bessere Bildungschancen für viele, wenn nicht alle, zu erreichen, sei die Kooperation der Bildungsakteure auf lokaler Ebene der entscheidende Hebel. Dieses Thema werde seit Mitte der 90er Jahre intensiv diskutiert, und es habe sich viel getan seitdem. Die zentrale Frage sei aber immer noch, ob die Landesbehörden und die Politik, die Kommune und die zahlreichen zivilgesellschaftlichen Akteure vor Ort zielgerichtet und auf Augenhöhe miteinander kooperieren. Dies setzt voraus, dass sie sich kennen und gemeinsame Kommunikationsorte haben, so wie das Stiftungsnetzwerk Bildung in Nordrhein-Westfalen. Intensiv diskutiert wurde darüber, wie genau Bildungserfolge definiert sind, was die Akteure von fruchtbaren Kooperationen abhält, aber auch was zu gelingender Zusammenarbeit beiträgt, wie zum Beispiel gute Kommunikations- und Koordinationsstrukturen. Das Gespräch des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Nordrhein-Westfalen mit der Ministerin soll in jedem Fall fortgesetzt werden.

Für die nächste Sitzung wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „Kooperation von öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft (Arbeitstitel)“ als Schwerpunktthema.

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Martina Battistini
Referentin
(030) 439 71 43 -11
Zuletzt bearbeitet: 17. März 2021
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