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Stiftungsnetzwerk Bildung in Niedersachsen

Hier finden Sie Rückblicke auf die jüngsten Sitzungen des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Niedersachsen. Zu einem Überblick über weitere aktive und in Planung befindliche Stiftungsnetzwerke Bildung auf Länderebene gelangen Sie hier.

5. Sitzung am 18. Februar 2020 in Braunschweig

Mit dem Schwerpunktthema „Lebenslanges Lernen“ fand am 18. Februar 2020 die 5. Sitzung des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Niedersachsen statt. Das Netzwerk war zu Gast bei der Bürgerstiftung Braunschweig.

Die Projekte

30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich intensiv über Vorhaben aus, die von den beteiligten Stiftungen und Organisationen durchgeführt werden. Die Bürgerstiftung Braunschweig, Education Y, die Cleven-Stiftung Deutschland sowie die Niedersächsische Kinderturnstiftung hatten Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen und vertieft darüber in der Runde zu diskutieren. Bei den Präsentationen der Projekte können Ideen besprochen, Fragestellungen hilfreich im Fachkreis beantwortet und erfolgreiche Projektansätze platziert werden.

Schwerpunktthema: Lebenslanges Lernen

Anja Simon, Leiterin der Volkshochschule und des Bildungsbüros im Landkreis Darmstadt-Dieburg, setzte einen Impuls zum in der letzten Sitzung gewählten Schwerpunktthema „Bedeutung Lebenslangen Lernens für die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen unter besonderer Berücksichtigung von Randgruppen“. Frau Simon konstatierte vor allem ein reichhaltiges Bildungsangebot, das sich staatlicherseits wie auch seitens der Zivilgesellschaft an die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen richtet, und unterstrich die Notwendigkeit und appellierte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sitzung, sich mit den eigenen Angeboten auch der Erwachsenenbildung zuzuwenden. Konkret legte sie dar, inwiefern die organisierte Zivilgesellschaft und die Volkshochschulen hierfür ideale Kooperationspartner seien: beide eine die breite inhaltliche Aufstellung bundesweit und das Interesse an nachhaltigem Wirken. Dabei ergänzten sich diese beiden Akteure ideal, indem die Volkshochschulen Zugänge in Politik und Kommune ermöglichen könnten, während die Zivilgesellschaft Zugänge zu weniger homogenen Personengruppen zu schaffen vermögen, als es die Volkshochschulen könnten. So warb Frau Simon eindringlich dafür, dass Stiftungen und andere zivilgesellschaftliche Initiativen auf Volkshochschulen zugehen, um im Rahmen der differenziert zu betrachtenden Erwachsenenbildung gemeinsam Ideen zu entwickeln, voranzutreiben und umzusetzen, die sich nicht so sehr an Alter oder Gruppenzugehörigkeit, sondern an Themen oder Lebenssituation orientieren.

Für die nächste Sitzung wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ als Schwerpunktthema.

Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement!

4. Sitzung am 3. September 2019 in Wolfsburg

Mit dem Schwerpunktthema „Nachhaltige Demokratiebildung“ fand am 3. September 2019 die 4. Sitzung des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Niedersachsen statt. Das Netzwerk war zu Gast bei der NEULAND Stiftung Wolfsburg.

Die Projekte

Knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich intensiv über Projekte und Ideen aus, die von den beteiligten Stiftungen und Organisationen vorangetrieben werden. Chancenwerk e.V., Engagement Global gGmbH, die Gertrud und Hellmut Barthel-Stiftung sowie Papilio gGmbH hatten Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen und vertieft darüber in der Runde zu diskutieren. Bei den Präsentationen der Projekte können Ideen besprochen, Fragestellungen hilfreich im Fachkreis beantwortet und erfolgreiche Projektansätze platziert werden.

Schwerpunktthema: Nachhaltige Demokratiebildung

Prof. Dr. Roland Roth, Professor für Politikwissenschaft, lehrte zuletzt an der Hochschule Magdeburg-Stendal, gab einen Impuls zum in der letzten Sitzung gewählten Schwerpunktthema. Darin erläuterte Prof. Dr. Roth Modelle, wie sich die derzeitige Demokratie entwickeln könnte, darunter das aus seiner Sicht erstrebenswerte Modell der „vielfältigen Demokratie“, in dem die Gesellschaft die zeitgleiche Existenz mehrerer Dimensionen von Demokratie akzeptiert:  die notwendige Existenz von Formen der Repräsentation, ebenso wie direkte Demokratie, Dialogformate, Beteiligungsformen innerhalb von Institutionen, Proteste und Bürgerbewegungen und die Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Jede dieser Formen wolle gelernt sein und keine dürfe, so Roth, sich als die einzig Wahre verstehen. Er plädierte unter anderem dafür, dass Stiftungen und andere zivilgesellschaftlichen Organisationen ihre eigenen Strukturen im Sinne demokratischen Denkens überprüfen und Demokratiebildung früh beginnen lassen, damit Demokratieerfahrung alltäglich wird und nicht erst den wählenden Bürger in den Blick nehme. Nachhaltig sei dies, wenn Wirksamkeitserfahrungen geschaffen würden, der Zugang niedrigschwellig sei und den Beteiligten die Fairness eines Prozesses erfolgreich vermittelt werden könne.

Thomas Schlichting, Geschäftsführer der Heinrich-Dammann-Stiftung, steuerte einen Praxisblick bei und stellte Genese und aktuelle Entwicklungen des stiftungseigenen partizipativen Jugendprojekts „Jugendcrew“ vor, bei dem Jugendliche niedrigschwellig Förderanträge für eigene Projekte stellen können, über die wiederum von ehrenamtlich arbeitenden Jugendlichen entschieden wird und die diese eigenständig verwalten. Er appellierte an die Stiftungskolleginnen und -kollegen, Mut zu wagen und Macht an Jugendliche abzugeben, um mit diesen auf Augenhöhe Projektprozesse zu gestalten.

Für die nächste Sitzung wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „Die Bedeutung Lebenslangen Lernens für die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen unter besonderer Berücksichtigung von Randgruppen“ als Schwerpunktthema.

3. Sitzung am 14. März 2019 in Oldenburg

Mit dem Schwerpunktthema „Medienkompetenz – Soziale Kompetenz“ fand am 14. März 2019 die 3. Sitzung des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Niedersachsen statt. Das Netzwerk war zu Gast bei der EWE Stiftung in Oldenburg.

Die Projekte

Gut 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich intensiv über Vorhaben aus, die von den beteiligten Stiftungen und Organisationen durchgeführt werden. Die Cleven Stiftung Deutschland, die Deutsche KlimaStiftung, EDUCATION Y sowie Papilio gGmbH hatten Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen und vertieft darüber in der Runde zu diskutieren. Bei den Präsentationen der Projekte können Ideen besprochen, Fragestellungen hilfreich im Fachkreis beantwortet und erfolgreiche Projektansätze platziert werden.

Schwerpunktthema: Medienkompetenz – Soziale Kompetenz

Einen Impuls zum in der letzten Sitzung gewählten Schwerpunktthema gab Frau Prof. Dr. Dorothee M. Meister, Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften, Professur für Medienpädagogik und empirische Medienforschung, und Vorsitzende der GMK – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, Fachverband für Medienpädagogik und Medienbildung. Prof. Dr. Meister erläuterte Chancen und Risiken der Mediatisierung und warb dafür, in der Diskussion über Medienkompetenz den Fokus vom technischen Aspekt zu verlagern auf den sozialen: Was machen moderne Medien mit der Familie? Wie können Eltern an eine Medienkompetenz herangeführt werden, die sie für ihre Kinder zu Vorbildern im Medienumgang macht? Es sei wesentlich, an Konzepten zu arbeiten, die die Eltern in der Medienbildung einbindet und nicht Schule als einzigen Ort für Medienbildung zu Grunde legt.

Für die nächste Sitzung wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „Nachhaltige Demokratiebildung“ als Schwerpunktthema.

Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement!

2. Sitzung am 8. November 2018 in Osnabrück

Mit dem Schwerpunktthema Digitale Transformation und Bildung fand am 8. November 2018 die 2. Sitzung des Stiftungsnetzwerkes Bildung in Niedersachsen statt. Das Netzwerk war zu Gast bei der Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück.

Die Projekte

Knapp 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich intensiv über Vorhaben aus, die von den beteiligten Stiftungen und Organisationen durchgeführt werden. Die EWE-Stiftung, die Freiwilligenakademie Niedersachsen und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen und Koordinierungsstellen für das Ehrenamt in Niedersachsen (LAGFA), die NEULAND Stiftung Wolfsburg sowie die Talentfabrik gGmbH hatten Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen und darüber in der Runde zu diskutieren. Bei den Präsentationen der Projekte können Ideen besprochen, Fragestellungen hilfreich im Fachkreis beantwortet und erfolgreiche Projektansätze platziert werden.

Schwerpunktthema: Digitale Transformation

Der prägnante Vortrag zu digitaler Transformation und Bildung von Andreas Broszio, Stiftung Bildung und Handwerk, regte eine intensive Diskussion an, die sich unter anderem um die Frage drehte, welche Kompetenzen nötig sind, um die anstehenden Herausforderungen der digitalen Transformation zu bewältigen. Bildungseinrichtungen, so Broszio, müssten sich folgende Fragen stellen:

  • Welches Menschenbild haben wir?
  • Welche (Organisations-)Kultur wollen wir?
  • Welche Technologien nutzen wir?

Die Diskussion soll bei der nächsten Sitzung des Stiftungsnetzwerkes Bildung unter dem Schwerpunktthema „Medienkompetenz – soziale Kompetenz“ fortgeführt werden.

Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement!

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Martina Battistini
Referentin
(030) 89 79 47-85
Zuletzt bearbeitet: 26. Februar 2020